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EU-gefördertes
Wissenschaftlerkonsortium und
Europäisches Graduiertenkolleg
beginnen ihre Tätigkeiten
09. März 2005
FRANKFURT. Eicosanoide und Stickstoffmonoxid sind Signalmoleküle,
die in vielen physiologischen und pathophysiologischen Prozessen, einschließlich
kardiovaskulärer Erkrankungen, Atherosklerose, Demenz und Krebs,
eine wichtige Rolle spielen. Diese Erkrankungen stellen die Haupttodesursache
in Europa dar. Der weltweite Umsatz mit Medikamenten zu ihrer Behandlung
wird auf jährlich 100 Milliarden Euro geschätzt und unterstreicht
das wirtschaftliche Potenzial neuer Therapeutika. Die Europäische
Union fördert daher seit 1. Januar 2005 das Projekt „EICOSANOX“ innerhalb
des 6. Europäischen Rahmenprogramms mit 10,7 Millionen Euro. Ziel
ist es, die Wissensbasis über die Eicosanoide und Stickstoffmonoxid
als Signalmoleküle im menschlichen Körper zu erweitern. Zum
Auftakt findet am 10. und 11. März 2005 ein Kick-off-Meeting am Karolinska-Institut in
Stockholm statt. Gleichzeitig mit dem Start von EICOSANOX wurde auch
das Europäische Graduiertenkolleg „Roles of Eicosanoids in
Biology and Medicine“ für weitere 1,5 Jahre bewilligt, dessen „Spring
School“ zeitgleich zum Kick-off-Meeting im Karolinska-Institut
in Stockholm tagt.
Im interdisziplinären Konsortium
EICOSANOX arbeiten 15 Forschungsgruppen
aus sechs europäischen Ländern
unter der Leitung des Karolinska-Instituts
für fünf Jahre zusammen
mit der Universität Frankfurt,
einer kanadischen Gruppe und
zwei Biotechnologiefirmen. In
Frankfurt sind mit den Arbeitsgruppen
von Prof. Dieter Steinhilber,
Prof. Josef Pfeilschifter und
Prof. Rudi Busse verschiedene
Institute des Zentrums für
Arzneimittel-forschung, -Entwicklung
und -Sicherheit (ZAFES) beteiligt,
die auch am Aufbau des Kompetenzzentrums „Lipid
Signaling“ bei ZAFES mitwirken.
Schwerpunkte der wissenschaftlichen
Arbeiten sind Untersuchungen
der Schlüsselenzyme und
-rezeptoren des Lipid-Signalings
und des Stickstoffmonoxid-Stoffwechsels
auf molekularer Ebene, um deren
biochemische Eigenschaften, katalytische
Mechanismen und Struktur-Aktivitäts-Beziehungen
zu erfassen.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft
fördert im Rahmen des Europäischen
Graduiertenkollegs neun Doktoranden
und einen Postdoktoranden für
die Dauer von 1,5 Jahren. Das
Europäische Graduiertenkolleg,
dessen Sprecher Prof. Dieter
Steinhilber ist, ist eine gemeinsame
Einrichtung der Universität
Frankfurt und des Karolinska-Instituts
in Stockholm. Ziel ist es, qualifizierten
Absolventen und Postdoktoranden
mit den Interessensgebieten Molekulare
Medizin, Pharmazie und Biologie
ein multidisziplinäres wissenschaftliches
Umfeld mit einem breiten Spektrum
an Methoden zu bieten, um exzellente
Forschung auf dem aktuellen Gebiet
der Eicosanoide zu betreiben.
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